Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

tüpfelig, adj.

tüpfelig, adj.,
punktiert, gesprenkelt; im 18. u. 19. jh. für tüpfelicht (s. dort) eintretend; vorwiegend umgangssprachlich (s. Adelung) und mundartlich: tüpflich punctis notatus Frisch (1741) 395ᵃ; tüpfelig mit tüpfeln d. i. puncten oder kleinen flecken versehen ... am häufigsten im gemeinen leben Adelung (1774) 4, 1104; Voigtel wb. (1793) 3, 433ᵃ; Campe (1807) 4, 911; dibbelig punktiert Hertel Salzungen 48; tüpflig getüpfelt Martin-Lienhart 2, 704. mundartlich oft in übertragener bedeutung 'kleinlich, pedantisch': tipelig spielerig od. tändelig, langweilig ... kleinlich u. minutiös Doornkaat-Koolman 3, 413; dippelig pedantisch auf das kleine unbedeutende werth legend Kehrein Nassau 112; klein, pedantisch Wegeler Coblenz 18; tüpfelig peinlich genau, übertrieben pünktlich, kleinlich bad. wb. 1, 598; pedantisch pünktlich, auch spitzfindig, streitsüchtig Fischer schwäb. 2, 474.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1821, Z. 54.

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tüle
Zitationshilfe
„tüpfelig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/t%C3%BCpfelig>, abgerufen am 11.07.2020.

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