Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

turbeln, vb.

turbeln, vb.,
'schleudern, wirbeln'. vermutlich kreuzung aus trubeln und lat. turbare oder turmen; das substantivum turbel turba, turbatio, perturbatio Kilian (1605) 724 ist eher eine rückbildung aus dem verb als die grundlage des verbs (turbl 'schwindel' Schöpf Tirol 777 ist lautlich gleich turmel): ausz dem angster musz mans (das getränk) mit engen aengsten wie die balbierer jhr spiccanarden vnd roszwasser, herausz ängstigen, wirbeln, türbeln: türmeln vnnd gleichsam betteln Fischart Garg. 150 ndr. sich tummeln: und unfern hinter dem achterrumpf her wälzten und turbelten sich, bald die riesigen schwanzflossen, bald den feisten, blauschwarz glänzenden rücken aus dem wasser hebend, etliche haie P. H. Dombrück in: tägl. rundschau (1906) beil. 421ᶜ. — andrer bedeutung und herkunft (von turbe 'rausch') ist bad. durblə schwanken bad. wb. 1, 601. vgl. das abgeleitete adj. turblich 'schwindlig': mir wird ganz turblich A. Meiszner am stein (1853) 27.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1842, Z. 47.

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tüle
Zitationshilfe
„türbeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/t%C3%BCrbeln>, abgerufen am 14.06.2021.

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