Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

türkenblut, n.

türkenblut, n.:
türkenblut ist zu vergieszen,
schont nicht der ungläubigen
Göthe I 3, 214 W.
übertragen: türcken-blut, n., sangue turco, met. vin negro, vernaccia Kramer t.-ital. 2 (1702) 1163ᵃ; ein dunckelrother wein Ludwig t.-engl. (1716) 2041. ursprünglich klammerform nach dem muster von ölblatt, weiszbäcker usw. aus türkentraubenblut: vinum atrum dicker roter wein, türcken-traubenblut Pomey (1720) 266; nach der herkunft (wie türkenkorn; -birne usw.): feierte das ereignis durch die erzeugung jener weitbekannten mischung aus porter und sekt, die man im kasino aus unbekannten gründen türkenblut nannte Stratz dienst 37. — arzneimittel: resina draconis. sanguis hirci G. Arends volkstüml. namen d. arzneimittel (1948) 236.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1856, Z. 38.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
tüle
Zitationshilfe
„türkenblut“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/t%C3%BCrkenblut>, abgerufen am 11.07.2020.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch (¹DWB)