Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

türkengebet, n.

türkengebet, n.,
gebet für die errettung aus der türkengefahr (s.türkenglocke); türcken-gebet, n., preghiera contro li turchi Kramer t.-ital. 2 (1702) 1163ᵃ: mon tut aug ale suntag ein turckengebett Paumgartner briefw. 177 lit. ver.; so man das ave Maria abendts und morgendts, deszgleichen das dürgenpett leutet (1532) stadtr. v. Überlingen 380 Geier; wann man zu mittagszeit das türkenbeth leuth, wenig mehr weder jung noch alt niderkneuend (1585) ebda 562; und in selbigen (buszstunden) noch das türckengebeth continuiret wird J. Thomasius aufzeichn. 627 Sachse; das regelmäszige türkengebet ist noch nicht gar lange verschwunden Riehl naturgesch. d. volkes (1851) 1, 285; der alttestamentliche rachepsalmenton, der in so vielen türkengebeten ... die alleinherrschaft übt Cosack gesch. d. evang. ascet. lit. 184.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1857, Z. 47.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
tüle
Zitationshilfe
„türkengebet“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/t%C3%BCrkengebet>, abgerufen am 11.07.2020.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch (¹DWB)