Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

türkos, m.

türkos, m.,
dem deutschen angenäherte form des frz. türkoas (vgl. sp. 1862 unten) vielfach im barock preziös neben üblichem türkis (s. d.):
sey willig, edler ring, mich willig zu gelosen
und einer schönern hand forthin geschenckt zu seyn,
die zwar nicht edler macht ein mehr als edler stein.
nein. daruͤmm send ich ihr versetzt in dieser rosen
die angenähme nacht der günstigen türckosen
Paul Fleming teutsche poemata (1642) 648;
im reim zu grosz Gabr. Voigtländer oden u. lieder (1642) 108; türkosen und smaragden Spee trutznachtigall 120 Balke; ich erinnere mich zwar gar wohl, was für krafft der edelstein, ein türckos, in eben diesem punct (dasz er den, der ihn trägt, vorm fallen bewahrt) haben soll J. G. Schmidt gestrieg. rockenphilos. (1706) 1, 227. ebenso türkosen, adv., vgl.türkisen, adj., 'türkisfarbig; bläulichdunkel':
der früling streut rosen
durch wiesen und felder,
die mäyen türckosen
beschatten die wälder
Schirmer singende rosen (1654) T 2ᵃ;
wenn unsrer felder gold türckosen
sich sternen, werd ich bey dir seyn
ebda T 2ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1869, Z. 9.

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Zitationshilfe
„türkos“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/t%C3%BCrkos>, abgerufen am 11.07.2020.

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