Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

türmeln, vb.

türmeln, vb.,
taumeln, schwanken, s.dürmeln teil 2, 1733, drumeln ebda 1457, trümmeln teil 11, 2, 1349; mundartl. allgemein obd. und md., z. t. in differenzierter bedeutung, so als 'taumeln': türmleⁿ Martin-Lienhart elsäss. 2, 715; dirmle Autenrieth pfälz. id. 33; turmeln Bruns volksw. d. prov. Sachsen 70; dorməln Hofmann niederhess. 243; turmeln, türmeln bad. wb. 1, 612; dermel, dørmel Hertel Thür. 249; duᵉrmᵉln Heinzerling-Reuter Siegerl. wb. 51; toͤrmeln, doͤrmeln Reinwald Henneberg 166; dormele Crecelius oberhess. 313. — türmeln wanken Gerbet Vogtland 428; im kreise herumwirbeln, schwindeln Schmeller-Fr. bayer. 1, 622; türmlan schwindlich, rauschig sein Lexer Kärnten 78; durmeln betäubt sein, schwindel haben, taumeln, stolpern rhein. wb. 1, 1582; ungeschickt, tölpelhaft gehen, herumtappen ebda; dormla schwindlich seyn, taumeln, wie einer, der noch halb schläft Sartorius Würzburg 31. — 'leicht schlafen, schlummern', vgl. ²türmen: türmleⁿ Martin-Lienhart a. a. o.; durmle Seiler Basel 93; dorməln Hasenclever Wermelskirchen 78; dorme(l)n rhein. wb. 1, 1418; durmeln ebda 1, 1582; durmlen Fischer schwäb. 2, 500. — dürmeln, türmeln lärm schlagen, sich trotzig benehmen Unger-Khull steir. 184.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1871, Z. 16.

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tüle
Zitationshilfe
„türmeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/t%C3%BCrmeln>, abgerufen am 11.07.2020.

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