Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

tüt3, tüte3, f.

³tüt(e), f.,
wohl in anlehnung an ¹tüte gebildete kurzform zu tüter, tüder 'strick zum festmachen des grasenden viehs', s. Mensing schlesw.-holst. 5, 209 f.; nur vereinzelt in der nd. wendung aus der tüt(e) sein, schlesw.-holst. ut de tüt bzw. ut tüt un tǫ̈gel 'auszer rand und band, ausgelassen sein' (vgl.he is gans ut'n tüter zügellos, ausgelassen Mensing a. a. o.): Thetje Fein war ganz aus der tüt vor vergnügen Georg Asmussen stürme in: tägl. rundschau (1906) unterhaltungsbl. 181ᵃ; Störtebeker aber kam gänzlich aus der tüte (vor verwunderter entzückung) Gorch Fock seefahrt (1914) 159; ebenso im mecklenb.-vorpomm. ut de tüt kamen auszer sich vor vergnügen sein Mi 95; oldenburg. auch: se is ganz ut'e tüüt verwirrt, auszer sich Böning 120.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 13 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1937, Z. 1.

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tüle
Zitationshilfe
„tüt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/t%C3%BCt>, abgerufen am 11.07.2020.

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