Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

tütchendreher, m.

tütchendreher, m.,
'spottname für einen kolonialwarenhändler' (zu ¹tütchen, s. auch s. v. tütendreher) Betcke Königsb. ma. 62; tütjendreier ... spottname des materialwarenhändlers Sprenger Quedlinburg in: jb. d. ver. f. nd. sprachforschg. 30 (1904) 28; berlinisch tietkendreher kaufmann Brendicke 184, auch 'kaufmannslehrling, kommis' Meyer d. richtige Berliner (1904) 119. — tütchenkrämer, m., kleiner kaufmann, höker (zu ¹tütchen 1, s. auch s. v. tütenkrämer): den groszen kaufmann schimpfte er (der volkshumor) schon in den tagen der raubritter pfeffersack, den kleinen nennt er, wenn er materialwaaren verkauft, dütchenkrämer M. Busch dt. volkshumor ²15; vgl. obers. dütchen-, dietelskrämer Müller-Fraureuth 1, 270 und thür.-hess. dütchens-, dittchenskrämer Hertel 87; Saul 7.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 13 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1932, Z. 67.

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tüle
Zitationshilfe
„tütchendreher“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/t%C3%BCtchendreher>, abgerufen am 11.07.2020.

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