Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

tütendreher, m.

tütendreher, m.,
kaufmann; schlesw.-holst. tutendreiher Mensing 5, 186; ostfries. t⁽ü⁾tendreiher Doornkaat-Koolman 3, 453; tutendraěr Frederking Hahlen b. Minden 147 (s. auch unter tütchendreher sowie teil 2, 1768 s. v. düttchendreher u. vgl. obers. dutenpapper Müller-Fraureuth 1, 270); verächtliche bezeichnung für 'kaufmann': braut sollst du werden, ehe der verfluchte tütendreher mir die hypothek aufkündigt Holtei erz. schr. 10 (1862) 134; und doch ist er (Ralph Goshawk) nichts als ein windiger tütendreher, der nichts anderes zu schaffen hat, als syrup einschenken und für einen pfennig neunerlei gewürz [sic!] W. Alexis Robert Folkestone Williams, Shakespeare u. s. freunde (1839) 2, 65; in der handelsschule einer provinzstadt ... sollte der übermensch von nun an für junge tütendreher wörter deklinieren und verszeilen der alten schmöker an den fingern skandieren Rosegger schr. (1895) III 9, 353; halten sie (anrede an den buchhändler) mich denn für eine alte tante, für einen dütendreher (der makulatur braucht) ...? D. v. Liliencron s. w. 4 (1900) 35.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 13 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1942, Z. 23.

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Zitationshilfe
„tütendreher“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/t%C3%BCtendreher>, abgerufen am 11.07.2020.

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