Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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tütschmutter, tütschemutter, tutschmutter, tutschemutter, f.

t⁽ü⁾tsch(e)mutter, f.,
wie tutschfrau, s. dort u. vgl.käsemutter teil 5. sp. 255; im älteren ostmd. mehrfach nachweisbar: nach langem nachsinnen erfuhr ich, die jungfer wuͤrde auf eine hochzeit gehen, und ihre mutter wuͤrde tutsche-mutter seyn Chr. Weise erznarren 171 ndr.;
so stellt sich bey dem (hochzeits-)feste
doch noch was neues stets von bittern sorgen ein:
...
itzt schmaͤlet jung und magd, itzt sehn die tuͤtsche-muͤtter,
und bald der musicant mehr als catonisch aus
Hoffmannswaldau u. a. Deutschen ged. 6 (1709) 126 Neukirch;
tütsch-mütter heissen diejenigen weiber und guten bekandten von einer braut oder sechswöchnerin, so in die kuchen-kammer gestellet werden, um die geschenck-kuchen oder bey kindtauffen die pfannenkuchen darinnen auszutheilen, süsse kannen anzumachen und die gevattern mit bedienen zu helffen Amaranthes frauenzimmer-lex. (1715) 2053; so noch im allg. haushalt.-lex. (1749) 3, 557 u. im frauenzimmer-lex. 2 (1773) 3673; gelegentlich auch im sinne von 'ballmutter':
wann ein mädgen in der einsammkeit
stille sitzt und welcke rüben schneidt,
kommen bald die tütschemütter
und erwischen mit verdrusz
irgend einen armen ritter,
der die lücke büssen musz
Chr. Weise überfl. ged. 19 ndr.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 13 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1945, Z. 42.

tütschmutter, tütschemutter, tutschmutter, tutschemutter, f.

t⁽ü⁾tsch(e)mutter, f.,
wie tutschfrau, s. dort u. vgl.käsemutter teil 5. sp. 255; im älteren ostmd. mehrfach nachweisbar: nach langem nachsinnen erfuhr ich, die jungfer wuͤrde auf eine hochzeit gehen, und ihre mutter wuͤrde tutsche-mutter seyn Chr. Weise erznarren 171 ndr.;
so stellt sich bey dem (hochzeits-)feste
doch noch was neues stets von bittern sorgen ein:
...
itzt schmaͤlet jung und magd, itzt sehn die tuͤtsche-muͤtter,
und bald der musicant mehr als catonisch aus
Hoffmannswaldau u. a. Deutschen ged. 6 (1709) 126 Neukirch;
tütsch-mütter heissen diejenigen weiber und guten bekandten von einer braut oder sechswöchnerin, so in die kuchen-kammer gestellet werden, um die geschenck-kuchen oder bey kindtauffen die pfannenkuchen darinnen auszutheilen, süsse kannen anzumachen und die gevattern mit bedienen zu helffen Amaranthes frauenzimmer-lex. (1715) 2053; so noch im allg. haushalt.-lex. (1749) 3, 557 u. im frauenzimmer-lex. 2 (1773) 3673; gelegentlich auch im sinne von 'ballmutter':
wann ein mädgen in der einsammkeit
stille sitzt und welcke rüben schneidt,
kommen bald die tütschemütter
und erwischen mit verdrusz
irgend einen armen ritter,
der die lücke büssen musz
Chr. Weise überfl. ged. 19 ndr.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 13 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1945, Z. 42.

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Zitationshilfe
„tütschemutter“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/t%C3%BCtschemutter>, abgerufen am 11.07.2020.

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