Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

tüttelein, n.

tüttelein, n.,
'pünktchen' (s. ²tüttel u. tüttelchen); vereinzelt im frühen nhd.: es haben die juden das alte testament ... mit solchem fleisz gehandlet, dasz sie ... alle wörter, syllaben vnd buchstaben gezelet vnd gewust, ja auch alle dittelein vnd pünctlein gemerckt haben Gretter erkl. d. ep. a. d. Römer (1566) 690; der punct ist ein tuͤtlein, welches allezeit zu ende einer spruchrede gesetzet wird Schottel teutsche sprachkunst (1641) 529; Adelung (1801) 608 bucht titellein als obd. entsprechung zu titelchen. im sinne von 'geringste kleinigkeit':
es musz viel ehe geschehn,
dasz himmel und erdt vergehn,
ehe dann das kleinste tuͤttelein
in gottes wort nicht war solt sein
Mich. Eychler bibl. calender (1579) C 7 a;
so noch mundartlich: ich ha net e tüttele gekriegt ich habe nicht das mindeste bekommen Reinwald henneberg. 175.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 13 (1952), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 1951, Z. 5.

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tüle
Zitationshilfe
„tüttelein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/t%C3%BCttelein>, abgerufen am 11.07.2020.

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