Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

tausenderlei, adv.

tausenderlei, adv.
(erstarrter genetiv plur.) in adjectivischer verwendung, von, in tausend arten; im 15. jh. gebildet wie zweier-, dreier-, allerlei u. s. w., s. lei th. 6, 580 und das ältere tausendlei: tusenterlai beschwärd. Steinhöwel Äsop. 48 Öst.; es fallen zuͦ wol tusenterlei unkumlichkeiten durch die unkuscheit. Cyrillus 83ᵃ;
wann wol ist tausenterlei art
unglücks.
H. Sachs 2, 101, 38;
wie dir die bücher uberal
zeigen der buler ane zal
inn tausendterlei unglück gestürtzt.
3, 425, 30;
wenn du hast tausenterlei sücht,
so blieb dein lewmunt doch bei ehren.
538, 23;
es sind tausenderlei nutzungen und geniesz der böumen Maaler 399ᵇ; tausenderlei der marter (in der hölle). Albertinus hauspolizei 1, 15ᵇ; etliche andere befleiszen sich nur schön zu sein, .. zu solchem end brauchen sie tausenterlei künst, geheimnissen und mittel. landstörzer 378; tausenterlei bewegungen. Zesen Assenat 30, tausenderlei Ibr. 1, 146; sind solche reisen nicht mit tausenderlei gefährlichkeiten ... verknüpft. Plesse 3, 8; tausenderlei zeitungen. Haller tageb. 128 Hirzel; es gibt tausenderlei formen die man ihnen (grabdenkmälern) vorschreiben, tausenderlei zierrathen womit man sie ausschmücken kann. Göthe 17, 205; aus tausenderlei zeugs. Arnim kronenw. 1, 351.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 2 (1890), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 219, Z. 17.

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Zitationshilfe
„tausenderlei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tausenderlei>, abgerufen am 04.06.2020.

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