Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

todesfurcht, f.

todesfurcht, f.
furcht vor dem tode, formido mortis Stieler 588. Logau s. 667 überschrift: erfüllung der begirden zeucht alles unglück nach sich, auch endlich ungemeine todesfurcht. Butschky Patm. 860 (608); auf diesem weg trieb den baurn die todesforcht. Simplic. 1, 655, 17; wo sie drei tage und zwei nächte in beständiger todesfurcht ... zugebracht hatten. Schiller 8, 176; die todesfurcht ist natürlich, und mich dünkt, man sei immer übler dran, wenn man den tod wünscht, als wenn man ihn fürchtet. Hippel 3, 93;
Cassius. ja, wer dem leben zwanzig jahre raubt,
der raubt der todesfurcht so viele jahre.
Schlegel Jul. Cäsar 3, 1;
es ist nicht todesfurcht, was mich so reden läszt.
Grillparzer² 4, 156;
plur. wer nach uns hier wird leben,
wird zwischen heiszer angst und todes-furchten schweben.
Gryphius trauersp. 436 P.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1891), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 559, Z. 46.

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Zitationshilfe
„todesfurcht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/todesfurcht>.

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