Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

todesnacht, f.

todesnacht, f.
1)
die letzte lebensnacht, die sterbenacht Stieler 1322: die todesnacht kaiser Paul des ersten. Klinger 11, 23.
2)
die nacht des todes (s. nacht B, 4, c), vgl. todesdunkel, -finsternis, -schatten:
befällt ihn dann die todes-nacht.
S. Dach 209 Öst.;
ei, sein licht wird hellen
erst recht in der todesnacht.
763;
mich drücket allbereit die lange todesnacht.
Hofmannswaldau heldenbr. 105;
wie plötzlich kan euch doch die kalte todes-nacht
... mit moder überziehn!
G. Krantz, schles. Helik. 740;
tieffe todesnacht die augen hat umbschrenkt.
Mühlpforth leichenged. 66;
wenn todesnacht den blick umdüstert.
Körner 95ᵃ;
kein strahl der kleinsten hoffnung lacht
in dieser bangen todesnacht (der hölle).
Schubart ged. (1839) 1, 340;
plur. wie seid ihr, stille todesnächte (nächte der unterwelt),
so heilig und so theuer mir!
J. G. Jacobi³ 4, 113;
rette du aus todesnächten,
vater, dein geliebtes kind!
Kinkel ged. (1857) 236.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1891), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 567, Z. 60.

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Zitationshilfe
„todesnacht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/todesnacht>.

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