Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

todesschauer, todesschauder, m.

todesschauer, -schauder, m.
schauer des todes, den der tod erregt; schauer vor dem tode:
wenn das leben sinkt in todesschauer.
Körner 39ᵇ;
ein todesschauer fährt
durch jedes herz.
Wieland 10, 285;
sein leben war ein steter todesschauer,
den furcht und schwarzer argwohn unterhielten.
suppl. 2, 59;
eine leiche! mir fährt ein todesschauer durch die glieder. Göthe 10, 118. Alxinger Bliomb. 1, 107;
mich faszt der ahnung fürchterliches beben,
und todesschauer dringt auf mich herein.
Körner 715ᵃ;
es faszt ihn wie todesschauer.
58ᵃ;
und todesschauer wehn
den kühnen sieger an.
Schulze Cäcilie 6, 76;
der mutter antlitz blaszt in todesschauer.
A. W. Schlegel poet. werke 1, 275;
in todesschauern ihre seele zittert.
Lenau 2, 236;
in meine todesschauer sei gemischt
der trübe schauer, der das all erfrischt!
C. F. Meyer Hutten 169;
und finstrer nebel, der die nacht umdüstert,
umarmt die welt mit kalten todesschauern.
Körner 45ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1891), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 571, Z. 41.

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Zitationshilfe
„todesschauder“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/todesschauder>.

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