Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

todeston, m.

todeston, m.
ton des (nahenden) todes, den tod oder eine todesgefahr verkündender ton:
hört ... der dunkeln flügel rauschen,
den todeston!
Klopstock od., krit. ausg. 1, 99;
das sinken und steigen der göttlichen wagschaal
und ihr todeston schrecken mich!
151;
von diesen (flügeln der todesengel), indem sie sich breiteten, rauschte
todeston.
Mess. 8, 547;
doch liesz er (todesengel) nicht rauschen
seiner schrecken stimme, nicht ihre todestöne.
13, 970;
sie tönen die lanzen, tönen nun die todestöne,
im thale der ernsten schlacht!
werke 8, 127;
vernimm,
wie der todeston (der ton des berstenden eises) wehklagt auf der flut!
Od. 1, 174.
ton eines sterbenden, vgl. todeslaut:
die worte hör' ich nicht,
doch schallt mir noch der fremde todeston.
Hölderlin 1, 140;
die dürre scherbe
zerbricht den todeston der hyder.
Herder ged. 261 H.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1913), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 577, Z. 63.

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Zitationshilfe
„todeston“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/todeston>.

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