Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

todfeind, m.

todfeind, m.,
mhd. tôtvîent, -vînt, inimicus capitalis:
sô daʒ der tôtvînt genas
und Môrolt ungerochen was.
Trist. 10283;
wan du weist wol, daʒ er (teufel) dîn tôtvînt ist. Berth. v. Regensb. 1, 346, 33; todfeind Aventin 4, 48, 22;
ist er doch dein ergster todtfeind.
H. Sachs 9, 218, 29;
so zwingt der durst der heisz entbrandten brust
nach deinem blut, o tod-feind, mich zu stehen.
Gryrhius trauersp. 310 P.;
die, deren geist und hertz ...
(als meine todfeind) mich mit tyrannei und wuht zu tödten rasen.
Weckherlin 176;
so fleuszt von dem becher des todfeinds
gift, und jeder tropfen entzündet den tod.
Klopstock Mess. 7, 634;
groll und rache sei vergessen,
unserm todfeind sei verziehn.
Schiller 4, 3;
den erklär ich
für meinen todfeind und beleidiger.
14, 38 (braut von Messina 1, 7);
hier gilt es einen köstlicheren preisz,
das herz des todfeinds, der mich will verderben.
14, 391 (Tell 4, 3).
ein todfeind von etwas sein, es sehr hassen: er ist ein todfeind von gedichten ohne reim. Rabener 3, 26; der ich von jeher ein todfeind von wortschällen gewesen bin. Göthe tageb. 1, 241 Weim.adjectivisch verwendet, einem todtfeind sein Ludwig 1986; so will ich doch gehen lassen, da ich den complimenten todfeind bin. Weise erzn. 131 neudr.; gott der schwelgerei und trunkenheit todt-feind ist. Lohenstein Arm. 1, 662ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1913), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 582, Z. 41.

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Zitationshilfe
„todfeind“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/todfeind>.

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