Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

todtenbild, n.

todtenbild, n.
bild, gestalt eines oder wie eines todten, vgl. tod-, todesbild: das er sahe wie ein todtenbilde, eitel bein und haut. Luther 6, 10ᵃ;
ich sah ein todten-bild, ohn aug, ohn lipp und wangen,
ohn adern, bart und fleisch.
Gryphius trauersp. 334 P.;
die sterbende verzweiflung anzuschaun
im todtenbilde deine weiland freundin.
Tieck 3, 120;
dann öffnet sich das thor,
und mir entgegen tritt ein totenbild,
entstellt das antlitz, grausen in dem blick.
Freytag ges. werke 3, 206.
plur. ein grabmahl
wurd' ihm der dämmernde saal; sie todtenbilder, die weinend
rings um ihn her verstummten.
Klopstock Mess. 12, 360.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1913), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 598, Z. 59.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
tobig tof
Zitationshilfe
„todtenbild“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/todtenbild>.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)