Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

todtenfresser, m.

todtenfresser, m.
darumb henget er sich an den unschüldigen verstorben man, und kulet an demselben sein mütlin, mit unwarheit, solchen soll man billich einen rechten todtenfresser heiszen. Luther 6, 31ᵇ; sonst in der reformationszeit spottname der katholischen geistlichen, die sich für seelenmessen reichlich bezahlen lieszen (von todten frassen). Gengenbach s. 153 ff. schweiz. id. 1, 1328, vgl. todtengefräsz und Fischart Dominic. v. 1277:
sie hetten sonst gar nichts zu fressen,
wenn sies nicht aus den todten fressen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1913), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 603, Z. 11.

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Zitationshilfe
„todtenfresser“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/todtenfresser>.

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