Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

todtengesang, m.

todtengesang, m.,
vgl. todtensang, -lied, sterbegesang, deverbium voc. 1482 gg 6ᵃ; todtengesang, todtenlied, klaglied, dasz man zuͦ gedächtnusz eines abgestorbnen singt, naenia Maaler 403ᶜ, todten- oder trauergesang. Stieler 2030:
als man sein leich nach landesbrauch
verbrendt im todten-fewer auch
mit eim kleglich todten-gesang.
H. Sachs 13, 543, 17;
barde, sing einen todtengesang
dasz die seelen scheiden
in saitenklang!
Kretschmann 1, 211;
gleich begannen die priester
... ihren todtengesang.
Klopstock 9, 80. Mess. 12, 106;
sie höret die priester, die todtengesänge.
Göthe 1, 253;
übertragen: laut heulend zuckt der sturm!
singt todtengesang!
Klopstock od., krit. ausg. 1, 154.
gesang des todtenvogels: nun trift der toden-gesang jenes fürchterlichen sterbe-vogels richtig genug ein. asiat. avantur. 174.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1913), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 605, Z. 22.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
tobig tof
Zitationshilfe
„todtengesang“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/todtengesang>.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)