Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

todtengrab, n.

todtengrab, n.
sepulchrum voc. 1482 gg 6ᵃ, vgl. leichengrab, todtengrube: verdeckte todtengreber, darüber die leute lauffen. Luc. 11, 44 (grab, di nit erscheinent cod. Tepl.); die todtengreber thun sich auf. Luther 6, 96ᵇ;
er machet auf das todtengrab.
H. Sachs 2, 205, 3;
die todtn-greber thetn sich auf,
viel erstundn ausz der todtn hauf.
1, 313, 28;
der brauch ist in Egypten-land,
köstlich todten-greber zu bauen,
ausz marbelstein artlich gehawen.
79, 16;
(du) öffnest auch das finstre todtengrab.
S. Dach 136 Öst.;
da faul ich in dem toden-grab,
man geht auf mir mit füssen.
Kehrein kirchenl. 1, 710, 18;
so krank, dasz wir aussahen, als ob wir ausz todtengrebern kommen waren. Schuppius 63; übertünchte todtengräber. H. L. Wagner die kindermörderin 34 neudr.; bildlich:
dieses (die bücherstube) ist ein todtengrab, dessen todte reden können.
Logau 2, 3, 84;
sein kele oder halsz ist ein offnes todtengrab, darinn man nichts anders sihet, als todte bain der gotteslesterungen u. s. w. Albertinus der welt turnierplatz 73.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1913), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 606, Z. 68.

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Zitationshilfe
„todtengrab“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/todtengrab>.

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