Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

todtengruft, f.

todtengruft, f.
gruft für todte, vgl. todesgruft, leichengruft:
ihr verborgnen toden-grüfte schlüszt euch meinen augen auf;
zeigt die schätze, die ihr hegt in den engen grabes-schranken.
G. Krantz, schles. Helik. 674;
was dir antwortet, ist deine eigene echo aus einer todtengruft. Schiller 6, 303; der kalte moder der todtengruft. H. Heine 3, 390; übertragen:
in Jesus nahmen ruft
mein abgeängster geist aus dieser todten-gruft.
Gryphius lyr. ged. 45 P.;
die liebe streut zuweilen süszen duft
durch diese welt, die grosze todtengruft.
Alxinger Bliomb. 12, 50;
vor uns öffnet sich der wüste todtengruft.
Rückert Bostan 224, 4.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1913), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 607, Z. 63.

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Zitationshilfe
„todtengruft“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/todtengruft>.

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