Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

todtenhemd, n.

todtenhemd, n.
was leichenhemd. Ludwig 1989:
und wenn du legst dein kleider ab,
gedenk du werdst blosz gehn ins grab,
man geb dir ein alt todtenhembt.
Kehrein kirchenl. 1, 23, 9;
flikk den alten belz vielmehr
und bestell das todten-hemde.
Schwieger geharn. Venus 127 (7, 5, 3) neudr.;
ein nachtgespenst, das auf der gruft
im todtenhemde sitzt.
Hölty 185 Halm;
Julie liegt erblaszt auf dem bett im todtenhemd. F. Müller 3, 372;
dein herz von eisen wird sich nicht, bis dasz ich sterb', erweichen:
dann nähe mir ein todtenhemd als erstes liebeszeichen.
W. Müller 2, 159;
spinnst du schon fürs todtenhemd?
Uhland 2, 136;
demin. potz tausig, wacht's in jedem grab,
und streift sie todte-hemdli ab.
Hebel (1843) 1, 113.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1913), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 609, Z. 34.

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Zitationshilfe
„todtenhemd“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/todtenhemd>.

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