Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

todtenkammer, f.

todtenkammer, f.
1)
grabkammer, gruft, vgl. todeskammer:
die rede geht: ein tiefrer jammer
treibt sie (die weisze frau) hervor ans tageslicht
aus ihrer dunst'gen todtenkammer.
Freiligrath 3, 58;
auch sarg (bretterne kammer Matthisson schriften 1, 222):
ich messe tastend meine totenkammer.
G. Keller ged. 1, 137.
2)
sterbekammer mit der aufgebahrten leiche: mir wurde der aufenthalt in der totenkammer zuwider. grüner Heinrich⁷ 3, 76; die häupter der stadt ... kamen in die todtenkammer und klagten um Bündens gröszten mann. C. F. Meyer Jenatsch 352.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1913), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 610, Z. 34.

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Zitationshilfe
„todtenkammer“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/todtenkammer>.

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