Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

todtenleiche, f.

todtenleiche, f.
1)
leiche, s. todt I, 1: kein wüllin tuch brauchen sie zu ihrer todtenleich. Frank weltb. (1587) 8ᵇ;
ihr aber tragt die todtenleich
von diesem sal eilends hinab.
H. Sachs 13, 418, 30;
das man die todtenleich begrab.
13, 16, 18;
wann ihr euch
stelt ob ihr seid ein todtenleich.
Fischart flöhh. (1573) v. 2038;
das sie einen nicht tödet gleich
sondern macht zur lebenden todenleich.
ehz. 499;
meiner ist im hertzen vergessen wi einer dotenleich. Melissus ps. M 4ᵇ; eine todtenleiche, so man zu grabe trug. Philander (1650) 1, 68; da hat man ihm entgegen eine todtenleich heraus getragen. Abr. a S. Clara Jud. 3, 40.
2)
leichenbegängnis, s. leiche 5:
uns wird ausz der hochzeit frewdreich
ein bitter klag und todtenleich.
H. Sachs 12, 514, 24;
so man ein todtenleucht hat. Frank weltb. (1554) 9ᵃ, todtenleicht 153ᵇ (wegen der form s. leiche 1).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1913), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 614, Z. 1.

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Zitationshilfe
„todtenleiche“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/todtenleiche>.

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