Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

todtenlicht, n.

todtenlicht, n.,
vgl. todtenkerze, -lampe: begräbnisz- sive todtenlichter. Stieler 1153;
das trübe dacht des schwartzen todten-lichts,
das meinem liebsten glimmt.
Günther 617;
dampf der bleichen todtenlichter.
802;
vertrauter stiller schatten!
wo weilt dein todtenlicht.
Thümmel reise 9 (1803), 70;
demin. todtenlichtlein. Grabbe 2, 115. — übertragen auf gespenstische augen:
das ist eine düstre gesellschaft im boot, ..
in den augen flackert das totenlicht.
G. Keller ged. 1, 174.
holst. dodenlicht 'nennt der aberglaube ein brennendes licht, das in finsterer nacht nicht etwa im traum, sondern im wachen jemand erscheint, und das einen todten im hause oder in der familie bald nach sich ziehen soll'. Schütze 1, 225.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1913), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 614, Z. 37.

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Zitationshilfe
„todtenlicht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/todtenlicht>.

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