Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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todtenmal

todtenmal,
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1913), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 615, Z. 70.

todtenmal, n.

todtenmal, n.
1)
mhd. tôtenmal, todeszeichen (zeitschr. f. deutsch. alterth. 8, 524, 26): wann einer gefallen oder geschlagen were, dasz er ein todtenmal hette. Gäbelkhover 4, 287; was todmal, tod-, todtenfleck. Stieler 1216.
2)
was leichenmal 2, grabmal: dergleichen fröhliche figuren Etrusker und Römer auf ihren todtenmahlen liebten. Herder lit. 11, 460;
wenn ein todtenmal den mörder
zugleich mit dem gemordeten umschlieszt,
ein stein sich wölbet über beider staube,
dann wird der fluch entwaffnet sein.
Schiller 14, 122 (braut v. Mess. 4, 9);
auf des todtenmahles (marmornen sarges) mitte
war, von silber, glatt und schön,
ein gediegner kelch zu sehn.
Stolberg 1, 187;
er wandelt einsam zu dem todtenmahle,
wo seine freundin schläft.
Tiedge werke 3, 106;
wir nah'n uns hier der stille,
die um todtenmahle ruht.
136;
(er) baut dem vater das totenmal.
Rückert Ferdosis kriegsb. 248,
die totenmauer 262.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1913), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 615, Z. 71.

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Zitationshilfe
„todtenmal“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/todtenmal>.

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