Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

todtenrast, f.

todtenrast, f.
jene stelle auf gebirgswegen, wo man die bahre niederstellt um zu rasten. Schöpf tirol. idiot. 748; in manchen gegenden (Oberbaierns) führen nach uralter germanischer sitte von den einsam gelegenen einzelhöfen eigene 'todtenwege', die immer nur mit leichen befahren werden, nach dem gottesacker des nächsten pfarrdorfes; auf diesen wegen gibt es bestimmte 'todtenrasten' bei alten bäumen, feldkreuzen und kapellen, wo der zug immer ein vaterunser lang anhält. Bavaria 1, 412 f.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1913), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 618, Z. 2.

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Zitationshilfe
„todtenrast“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/todtenrast>.

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