Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

todtenrichter, m.

todtenrichter, m.
richter über die todten: hier führt Merkur die seele in den kahn der todten, genien begleiten sie und schiffen mit hinüber, die ehrwürdige gestalt des todtenrichters redet sie an. Herder lit. 11, 485;
eine heitre abschiedsstunde!
süszen schlaf im leichentuch!
brüder — einen sanften spruch
aus des todtenrichters munde!
Schiller 4, 5;
'er lebte doch
treu bis zuletzt!' das ernste wort, das
spräche mein feind und der todtenrichter.
Hölderlin 1, 25;
so erklär' ich nochmals, ... dasz ich ohne kummer sterbe, dasz ich vor dem todtenrichter nicht bebe. Zschokke¹⁰ 1, 33; s. richter 4, a.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1913), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 618, Z. 84.

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Zitationshilfe
„todtenrichter“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/todtenrichter>.

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