Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

todtenschlaf, m.

todtenschlaf, m.
schlaf, ruhe der todten, somnus inexcitabilis Frisch 2, 275ᶜ; eigentlich, übertragen, s. tod-, todesschlaf, todtenschlummer:
der kranke lag bereits, als wie im todenschlafe.
Drollinger 110;
musz man aber seine seele erst mit aller gewalt aus ihrem todtenschlafe reiszen. Lessing 4, 194; ich zittere vor dem augenblicke, wenn sie aus ihrem kalten todtenschlafe zum bewusztsein erwacht. Göthe 17, 367. 370;
solch sündenvolk ...
mag ewig gott im todtenschlaf bestärken,
bis, kraft des jüngsten tags, zuletzt sie wachen,
eh' sie zergehn sammt ihren nicht'gen werken.
F. Schlegel ged. 240;
todtenschlafgemach, grab. Rückert Bostan 228, 5.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1913), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 620, Z. 60.

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Zitationshilfe
„todtenschlaf“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/todtenschlaf>.

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