Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

todtenstaub, m.

todtenstaub, m.
verwesungsstaub, todtenasche, vgl. todesstaub: er mus wohl gar zu asche werden und in einen unrühmlichen todten-staub fallen. Butschky Patm. 697 (479);
es wird uns todtenstaub in unser haar gestreut.
Lohenstein begräbnisged. 32;
als ich schon halb besät
mit todtenstaub hinlag.
Herder ged. 428 H.;
in des finstern grabes höhle
schlafen nur die christen wohl,
und, vom todtenstaub umgeben,
mögen nur die sünder beben.
Schubart ged. (1839) 1, 321;
in dem todtenstaube zerfallene menschenherzen. J. Paul Hesp. vorr. xxiv; so weisz man recht gut, dasz .. jeder acker ein liegender gottesacker ist, wie jeder mensch ein stehender, weil unser fleisch aus todtenstaube anflog. biogr. belust. 1, 18; ihm war, als wehe ihre (der herzensfreundschaft) berg- und lebensluft aus der ewigkeit herab und treibe den todtenstaub weg vom lebenssteige. Titan 2, 85.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1913), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 622, Z. 36.

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Zitationshilfe
„todtenstaub“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/todtenstaub>.

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