Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

todtentuch, n.

todtentuch, n.
leichentuch, vgl. todtendecke, -laken:
auch haben vil leut den list,
das si (abergläubisch) nutzen das totentuech.
Vintler 7990;
und sein angesicht was gebunden mit einem schweisztuͦch oder todtentuͦch. Keisersberg post. 2, 96ᵃ; dazu kommt, dasz die gute mutter glaubt, bald von hinnen zu fahren, und dasz sie gewis im weiszen todtentuch umherschweben würde, wenn ... Hermes Soph. (1774) 2, 264; eine blasse in ein weiszes todtentuch gehüllte gestalt. Klinger 3, 265 (Faust 5, 3);
sie zeigte, wann es zwölfe schlug,
itzt alle nächte sich,
verhüllet in ein todtentuch.
Hölty 17 Halm;
bildlich: tiefer schnee, der wie ein totentuch die einförmige landschaft umgab. Freytag ges. werke 18, 221.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1913), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 624, Z. 49.

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Zitationshilfe
„todtentuch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/todtentuch>.

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