Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

todtig, tödtig, adj.

todtig, tödtig, adj.
1)
was tödlich I, 1, sterblich: eur todig leib cod. Tepl., Röm. 8, 11 (ewre sterbliche leibe Luther); ahd. tôdîg Notker ps. 29, 7. 8. 12. 37, 5 (die Weim. handschr. hat dafür an allen stellen tôtlîh).
2)
todt, emortuus: so die augen nu ganz verhärtnet und also tödtig worden seind. Khüffner (1591) 94ᵃ; einen band voll todtiger buchstaben. Kl. Schmidt poet. briefe 97, s. todt II, 1, h.
3)
todbringend, tödlich, mortiferus Dief. 368ᶜ: vol todige eiters cod. Tepl., Jac. 3, 8 (vol tödlicher gift Luther); denn der buchstab ist tödtig, der geist aber machet lebendig. Glaser phasm. Frischlin 3, 3; mhd. tôtic, tœtic, tœdic:
ob ir tôtiges iht trinchet.
urstende 116, 53;
(leit,) diu toedec und unwendec sint.
Trist. 1463;
mit toedigen wunden.
5586;
diu toedige gift ir meisterschaft
an ime ouch gar verkêrte.
minnes. 3, 412ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1913), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 627, Z. 49.

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Zitationshilfe
„todtig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/todtig>.

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