Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

tonbild, n.

tonbild, n.,
1) ein gehörseindruck: (es wird) so dem hörnerven ein scharfes und feines tonbild zugeführt Sömmerring vom baue des menschl. körpers 5, 915; während dieser zeit nimmt das tonbild an lebhaftigkeit im bewusztsein ab Stumpf tonpsychologie 1, 309. 2) ein musikstück: ein tonbild ... entsteht erst dann, wenn die tonfolge ein auf- und absteigen von einem grundton aus ist Vischer ästhetik 3, 917; (es galt) das gedicht nur für die leinwand, auf welche der componist sein tonbild malte Riehl freie vorträge 1, 201; Händel entrollt ... ein breites tonbild Chrysander Händel 1, 114; tonbilder von 8 oder 16 takten Böhme gesch. des tanzes 276. 3) der mus. charakter: (es) sind in diesen blättern die charaktere Händel, Gluck, Bach ... so gezeichnet, dasz ... ihr tonbild gleichsam vergegenwärtiget wird Schubart ästhetik der tonkunst v. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1923), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 756, Z. 54.

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Zitationshilfe
„tonbild“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tonbild>.

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