Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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thonicht, thonig, adj.

thonicht, thonig, adj.
thonhaltig, -artig, thonichte erde Aler 1897ᵇ; thonigte eisenerze Jacobsson 7, 537ᵃ; thonichter stein Lessing 8, 166 (vorher speckstein); rothe thonig kalkige erde. Göthe tageb. 1, 336 Weim.;
im dunkelen quell den thonigen ziegel zu waschen.
Voss Theokr. 16, 62.
adv. thonig riechen Oken 1, 509.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1891), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 391, Z. 45.

thonicht, thonig, adj.

thonicht, thonig, adj.
thonhaltig, -artig, thonichte erde Aler 1897ᵇ; thonigte eisenerze Jacobsson 7, 537ᵃ; thonichter stein Lessing 8, 166 (vorher speckstein); rothe thonig kalkige erde. Göthe tageb. 1, 336 Weim.;
im dunkelen quell den thonigen ziegel zu waschen.
Voss Theokr. 16, 62.
adv. thonig riechen Oken 1, 509.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1891), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 391, Z. 45.

tönicht, tonicht, adj.

tönicht, tonicht, adj.,
veraltete bildung des frühnhd.: dönicht sonorus, fragosus, increpitans Stieler 324; thonicht das einen thon gibt, resonnant, resonans Stoer 479ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1923), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 775, Z. 65.

tonig, adj.

tonig, adj.,
auf einen farbenton abgestimmt (vgl. ²ton): auch Thoma war in seinen früheren werken 'tonig' tägl. rundschau 1905 unterhaltungsbeil. 391. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1923), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 775, Z. 74.

tönig1, adj.

¹tönig, adj.,
meist als zweites glied in zusammensetzungen, selten allein im sinne von ganztönig (vgl. ¹ton 4 d): die vernunft und das ohr überzeugen uns also, dasz ein aus dem nebentone herflieszender und aufsteigender töniger und langer vorschlag platt weggespielet nicht allezeit, der halbtönige aber allemal gut sey Mozart violinschule 205.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1923), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 776, Z. 1.

tönig2, adj.

²tönig, adj.
zu tôni, dem Berner pflanzennamen für die gelbe trollblume, daher in der bedeutung stark gelb, z. b. von fetter grasbutter, auch töniggelb Stalder 1, 289.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1923), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 776, Z. 7.

tonniglich, adv.

tonniglich, adv.,
mit bezug auf den weingenusz:
Mai, kommst du wonniglich,
alle welt zu beglücken,
will ich mich tonniglich
zu dem jubel auch schicken
E. M. Arndt 3, 135.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1923), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 801, Z. 56.

verthuig, verthunig, adj.

verthuig, verthunig, adj.,
auch mit umlaut, von verthun abgeleitet, 'verschwenderisch'. in älteren wb. reichlich vertreten: verthüig, prodigus Frisius 1065ᵃ (u. ö.); Maaler 434ᵇ; Diefenbach gloss. 462ᶜ; Diefenbach-Wülcker 569; ein vergeuder, verschwender, verthüiger mensch Calepinus 330ᵃ (u. ö.); verthuig Schönsleder j i 3ᵇ; ein verthüig leben Dentzler 314ᵇ. Campe will verthuig vor verthulich den vorzug geben. wenig lebendig erhalten: verthunig verzeichnet Kehrein 1, 432 für Nassau. literarisch nur für das 16. jh. nachweisbar: auff das wir in als den verthunigen zeerhafftigen son ... gütlich widerumb annemen Luther bulla bapst Leonis X. wider D. Martin Luther 1, 260ᵇ; die geschicht des verthuͦnigen sons Melanchthon-Spalatinus anweisung in der heil. schrift (1523) 81; durch verthuenigs prächtigs wäsen, böses hauszhalten, und verschwenden Frankfurter erneuerte reformation (1578) 1, 49 § 5; darneben ein weyb geliebt, das köstlich und verthüig; was er erüberigt, sy verthon habe Gesner-Forer thierbuch 47; der junger was ein maler, gar wild, wunderbarlich und gar verthüig Wickram 3, 124, 34. — dazu das subst. verthuigkeit, f., 'verschwendung', und die adj. fortbildung verthuiglich 'verschwenderisch': prodigentia, verthüyigkeit; prodige, verthüyigklich Frisius 1065ᵇ; Maaler 434ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1914), Bd. XII,I (1956), Sp. 1902, Z. 38.

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Zitationshilfe
„tonig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tonig>.

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