Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

tonnenfach, n.

tonnenfach, n.,
vorherrschend ist die ältere, kürzere bildung tonnfach (daneben auch donnfach Richter 1, 203; Adelung 1, 1514; Campe 1, 728; theil 2, 1236; vgl. im folg. tonnlägig), im bergbau. 1) 'espace entre les deux lates du puits, das mittel oder der raum zwischen zwey tonnenlatten im flachen treibe- oder förderschacht' Jacobsson 4, 415; Richter 2, 520; tonnfach ist eine länge von 6 ellen oder so lang ein bret ist, wird in schacht geschlagen Junghans Fc; so weit ein tonnholtz vom andern lieget, nennet man das mittel ein tonnfach Schöneberg 98; vgl. Herttwig berg-buch 394; Hübner 2114; Minerophilus 664. 2) überhaupt 'die auskleidung eines förderschachts auf einer oder mehreren seiten mit holzwerk (mit tonnenfachhölzern und darauf befestigten brettern, latten und stangen, den sog. tonnbrettern, tonnlatten, schachtstangen) um bei der förderung die fördergefäsze in der gehörigen richtung zu erhalten bez. um in flachen schächten eine bahn herzustellen, auf welcher die gefäsze auf- und niedergleiten können' nach Delius anleitung zu der bergbaukunst § 307, Gätzschmann sammlung bergm. ausdrücke 82, Serlo leitfaden zur bergbaukunde 2, 66 bei Veith 495. 3) in noch weiterer anwendung gleichbedeutend mit fördertrumm, schachttrumm, d. i. 'jede der mehreren durch zimmerung oder mauerung gebildeten abtheilungen eines schachtes' Gätzschmann 82; Veith 495. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1923), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 795, Z. 52.

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Zitationshilfe
„tonnenfach“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tonnenfach>.

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