Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

tonnengeld, n.

tonnengeld, n.,
1) eine abgabe von den zur see gehenden kaufmannsgütern, die kosten zur erhaltung der baken oder seetonnen davon zu bestreiten, auch das bakengeld Adelung; Campe; vgl. zs. d. ver. f. hamb. gesch. 18, 56; Röding 1, 216 f.; Stenzel 35. in den kämmereirechnungen der stadt Hamburg (erhalten seit 1461) führen die recepta den ständigen posten de tunnengelde Koppmann 2, 237; ende wat manne die Maze in coemt, die zal siin tonneghelt gheven in allen manieren hans. urk. 3, nr. 414; ein paar kayserl. mandate, eines wegen verhöhnung des tonnen- und bakengeldes allg. deutsche bibl. 8, 1, 246. 2) eine nach dem tonnengehalt der seeschiffe berechnete abgabe, welche in den meisten häfen zu entrichten ist (vgl.tonnenabgabe): zollabgaben, die unter dem namen pfund- und tonnengeld zusammengefaszt werden Ranke 14, 92.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1923), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 797, Z. 1.

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Zitationshilfe
„tonnengeld“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tonnengeld>.

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