Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

tonverhältnisz, n.

tonverhältnisz, n.,
gleichbed. mit tonverhalt nach Campe. 1) in der musik: geben zwey seyten einen gleichen ton, so entstehen tonverhältnisse der gleichheit, und sind die töne ungleich, so entstehen tonverhältnisse der ungleichheit. man bezeichnet die erstern durch den nahmen von einklängen, und die letztern durch den nahmen von intervallen Marpurg temperatur 3; der verfasser ... geht nun darauf aus, die maszverhältnisse seines spectrums an die tonverhältnisse anzuschlieszen Göthe II 2, 212 Weim.; in unsern vierstimmigen harmonien findet eine simultaneität von verwickelten tonverhältnissen statt A. W. Schlegel vorlesungen 1, 242, neudr. bildlich: die freundschaft wohnt in der liebe, aber in ihr selbst ist keine liebe, sondern nur harmonie, tonverhältnisz Brentano Godwi 2, 27. 2) in der sprache: Moritz ... führte das tonverhältnis der silben zueinander auf ihren logischen werth zurück Wackernagel-Martin literaturgesch. 2², 312. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1923), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 810, Z. 22.

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Zitationshilfe
„tonverhältnisz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tonverh%C3%A4ltnisz>.

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