Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

tonwelt, f.

tonwelt, f.,
'die welt, das reich der töne' Campe; weil mir die schöne tonwelt gewissermaszen ganz fremd geworden Göthe IV 25, 302 Weim.; in der tonwelt sind sie (die töne einer tanzmusik) für mich die gespenster, larven und furien Tieck 4, 251; (der) schwung einer mächtigen, neuen, wunderbaren tonwelt Vischer ästhetik 2, 514; vom wachen seiner inneren tonwelt belebt R. Wagner 9, 91;
ihr schöpferischen geister,
der tonwelt kenner und meister
Hoffmann v. Fallersleben 3, 77;
als der tückisch'ste der geister
ihm der tonwelt pforten schloss
A. Grün 2, 31.
in der bedeutung 'die die tonkunst liebende welt' als tadelhaft bei Campe nach dem citat eines ungenannten: alles wetteifert die tonwelt zu belustigen. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1923), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 811, Z. 62.

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Zitationshilfe
„tonwelt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tonwelt>.

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