Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

topfenkäse, m.

topfenkäse, m.,
wird als bezeichnung des aus milchquark zubereiteten käses auch in der höheren umgangssprache der rheingegenden verwendet, mitunter auch in der form topfkäse vgl. sp. 844 u. s. Kretschmer wortgeogr. 562. allgemein gebräuchlich ist die zusammensetzung auf bair.-österr. boden Schmeller 1², 615. im schwäb. gilt neben den synon. knollen-, klumpen-, schottenkäs die form toppenkäs Fischer 2, 268; 4, 1315; Birlinger augsb. 86; doppenkäsz 'ein grober zieger, caseus secundarius, cibarius, ex lacte emulcto, quem alpini panis copiam non habentes, loco eius obsoniis adjungunt' Henisch (Augsb. 1616) 729; vielfach wird im schwäb. das dem. gebraucht: dass's miar keeb (kaum) a gläsla grüana schnapps und a paar toppakäsla trait Fischer;
der senn hat mil' und butter gnue
und doppakäsla viel derzue
ebenda.
vgl. in anderer form und bedeutung topfkäse. —
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1923), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 846, Z. 3.

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todängstlich torfkuh
Zitationshilfe
„topfenkäse“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/topfenk%C3%A4se>.

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