Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

toppschilling, m.

toppschilling, m.,
'das handgeld, das zur versicherung eines kaufes oder vertrages gegeben wird' brem.-nieders. wb. 5, 83; Adelung 4, 631; Campe 4, 851. die zusammensetzung begegnet schon in einem Bordesholmer diplom aus dem jahre 1351: 'quod cum discreti viri ... villam Redwisch ... cum omnibus iuribus ... comparassent ... et hoc assumptis quibusdam solidis de areis dictae villae, qui quidem solidi vulgariter topschillinghe nuncupantur'. bereits der erste herausgeber der urkunde, E. J. de Westfalen, monum. ined. rer. germ. (Lips. 1739 ff.) 2, 198 hat in einer anm. zur stelle 'topschillinghe' als 'arrha', 'handgeld in signum consummati contractus, emtionis, venditiones' und 4, 34 als 'solidus fidei promissae' richtig erklärt und ebenda auch darauf hingewiesen, dasz die berührung mit dem daumen und der handschlag alte, die rechtsgültigkeit bekräftigende symbole waren; vgl. topp, interj.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1923), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 880, Z. 41.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
todängstlich torfkuh
Zitationshilfe
„toppschilling“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/toppschilling>.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)