Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

torfacht, adj.

torfacht, adj.,
in älteren niederd. geschäfts- und rechtsaufzeichnungen, als ableitung von dem grundwort in der bedeutung 'acker, wiese'; vgl. torf 4. das adj. tritt stets in verbindung mit dem subst. egen auf und bezeichnet den unbeweglichen erbbesitz an grund und boden: 'predium fundale, quod vulgo dicitur torfacht egen' urk. des herzogth. Westfalen nr. 42, 27 Seibertz; 'hereditaria bona, id est torfhach eigen' das alte lübische recht 186 Hach; nen man ne mach noch ne mot sin torfacht eghen to godeshusen gheven ebenda 262; auch torfachtigh egen quellen des rigischen stadtrechts 180 Napiersky; s. die weiteren belege und die literaturangaben bei Schiller-Lübben 4, 583 und J. Grimm rechtsalterth. 2⁴, 5. die alte, gleichsam versteinerte form ist später nicht mehr verstanden und daher vielfach entstellt worden, z. b. in dorpschat, dörschat brem.-nieders. wb. 5, 87.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1923), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 885, Z. 78.

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todängstlich torfkuh
Zitationshilfe
„torfacht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/torfacht>.

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