Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

torso, m.

torso, m.,
nach dem ital. torso seit der zweiten hälfte des 18. jhs. in der ästhetischen kunstsprache geläufig zur bezeichnung für das bruchstück einer bildhauerarbeit, besonders den rumpf einer menschlichen figur, der kopf und glieder abgeschlagen sind: (ich war bei) dem restaurator antiker statuen, um einen torso zu sehen Göthe 32, 32 Weim.; bei dem torso einer zweiten Athene Justi Winckelmann 1, 273; einen torso aus antikem basalt gearbeitet Ritter erdkunde 1, 280. das bruchstück eines literaturdenkmals: wenn ich nun Abbt aus diesen seinen schriften eine ehrensäule errichten will: wie kann ich sie anders nennen, als einen verstümmelten torso? Herder 2, 262. ein bruchstück überhaupt: die welt, die uns umgibt, ist ein groszer torso, an dem wir alle studieren Löben lotosblätter 1, 89.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1923), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 896, Z. 34.

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Zitationshilfe
„torso“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/torso>, abgerufen am 25.01.2022.

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