Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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tottel1, m.

¹tottel, m.,
hd. zottel, f., s. th. 16, 131 f.; bildlich im sinne von zottigem schnörkel: (bruder Nas) fenget ... sein büchlein wider mich an mit hohem latein ... ja er machet ein griechischen tottel fornen dran, das er ... alle zuhörer bereden wil, er sei teufflisch gelert in allen sprachen G. Nigrinus gew. nottürfftiger beschlag (1571) b 1ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1931), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 915, Z. 22.

tottel2, m.

²tottel, m.,
narr. hauptsächlich in den dialecten, bes. den obd. verbreitet im sinne eines ungeschickten, dummen menschen: im bair. Schmeller-Fr. 1, 631 f.; Schöpf tir. 87; in Kärnten Lexer 66; im els. dotterle kind, das nicht recht gehn kann Martin-Lienhart 2, 727ᵇ uä.; in der Pfalz Autenrieth 35; im Rheinld. doddel trottel, waschlappen, einfaltspinsel s. rhein. wb. 1, 1383; vgl. tottelfritze schläfriger mensch Müller - Fraureuth 1, 234ᵃ; in Basel auch spec. vom ungeschickten, unbeholfenen weib s. Seiler 93ᵇ; in Schwaben dumme, zugleich flatterhafte weibsperson Fischer 2, 298. literarisch belegt bei Spindler: er ist ein herzensguter dottl der vogelhändler von Imst (Stuttg. o. j.) 1, 28; ein dottl ... der ist auch wegen eines weibsbilds um sein kleinwinzigs verstandl gekommen 1, 148 u. ö.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1931), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 915, Z. 28.

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Zitationshilfe
„tottel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tottel>, abgerufen am 26.01.2022.

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