Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

trägig, adj.

trägig, adj.
1) tragend: der schnee ist trägig 'der schnee ist so hart gefroren, dasz er lasten trägt' Tobler appenzell. 149ᵇ; spec. 'fruchttragend' vgl. fruchtträgig th. 4, 1, 1, 280; weinträgige berg S. Münster cosmogr. (1564) 390 und 'trächtig' (vom vieh): das die stuͦtten von dem wynd in Portugall trägig würden H. v. Eppendorff Plinius (1543) 77; der egyptische abgot Apis wird von einer kuͦ, so durch den blitzer trägig worden, geworfen Heyden Plinius (1548) 243; heute obd.: Tobler a. a. o.; Seiler Basel 82ᵇ; Fischer schwäb. 2, 308; Martin-Lienhart els. 2, 745ᵇ; übertragen: die berggruben seyn betrüglich und kosten viel und mit süszer hoffnung machen sie die baurschafft trägig Schupp schr. (1663) 720. 2) was getragen werden kann oder musz: gestilis trägig (1502) Diefenbach nov. gloss. 192ᵃ; tragik 'was zu tragen ist, was sich tragen läszt' Lexer kärnt. 66; sie hat ein tragiges kind 'ihr kind kann noch nicht allein gehen' v. Schmid schwäb. 135; s. auch Fischer schwäb. 6, 1764. dazu trägiglich: dregeclich gestilis Diefenbach 261ᶜ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1932), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 1141, Z. 67.

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Zitationshilfe
„trägig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tr%C3%A4gig>, abgerufen am 28.09.2021.

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