Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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tragsam, adj.

tragsam, adj.
1) passivisch drachsam portabilis, dat men lichtlicken dregen kan aus einem vocab. Stralsund. bei Schiller-Lübben 1, 561; drâgsâm 'zum tragen geeignet, dauerhaft, haltbar etc.': 't is regt drâgsâm gôd Doornkaat-Koolman ostfries. 1, 326ᵃ; auch: dregsam 'ausgiebig, lang vorhaltend' Stürenburg ostfries. 38ᵇ. 2) activisch a) duldsam, verträglich: unser graf ... war damals in absicht auf die irrenden seiner natürlichen hitze ungeachtet sehr tragsam und wartete sie aus A. G. Spangenberg leben Zinzendorfs (1772) 262; so noch in nordwestdeutschen dialekten: dragsam 'verträglich' Berghaus Sassen 1, 354ᵃ; drâgsame minsken Doornkaat-Koolman 1, 326ᵃ. b) fruchttragend, fruchtbar, nur nd.; vom acker: dragsam Berghaus a. a. o.; brem.-ndsächs. wb. 1, 236; Stürenburg 37ᵇ; vom baum: 'n drâgsamen bôm Doornkaat-Koolman a. a. o.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1932), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 1160, Z. 72.

trägsam, adj.

trägsam, adj.,
träge: er stat sweigend und tregsam (accidiosus) begerent zetrincken wasser der wollustperkeit puch d. himl. offenb. d. Birgitte (1502) 4, 122; frigus pigrum trägsame kelte, die einen träge und faul macht Frisius (1556) 1004ᵃ; Maaler 405ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1932), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 1161, Z. 14.

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Zitationshilfe
„trägsam“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tr%C3%A4gsam>, abgerufen am 25.09.2021.

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