Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

trägsinn, m.

trägsinn, m.,
träger sinn: trunken von immer neuen gegenständen, ists ohnmöglich, dasz man (beim reisen) einen augenblick sattheit und trägsinn fühlen kann, der hier zu lande das ganze leben wie ein schlamm überzieht Merck ausgew. schr. 151 Stahr;
natur ... steckt ein reiches ziel von freuden aus
dem, ders erreichen mag. wann trägsinn doch,
wann blinder unverstand dahinten bleibt.
wer zaudernd, zweifelnd sich dem ziele naht,
der läszt dem zufall, was nur fleisz und müh
erjagt
Knebel in schr. der Götheges. 7, 292;
vgl. trägsinnig sp. 1043.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1932), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 1163, Z. 10.

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Zitationshilfe
„trägsinn“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tr%C3%A4gsinn>, abgerufen am 16.09.2021.

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