Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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dram, m.

dram m.
balke trabs, mhd. drâm pl. dræme starkes m. und drâme pl. drâmen schwaches m. Ben. 1, 391ᵇ. niederd. traam Brem. wörterb. 5, 95, in Baiern tram traum Schmeller 1, 489, in Östreich dram Castelli 113. böhm. tram. wie dremel von dem verlornen drim dram drâmen gedromen abzuleiten; vergl. Gramm. 2, 55. von dem 16ten jahrhundert an drom droum trom.
nach der sterke heb den tramen
Wittenweiler Ring 28ᵈ, 5.
trawm Voc. 1445. der obriste tram superliminare Diefenbach Wörterb. v. 1470 sp. 265. tram trabs Voc. incip. teut. y 2. drom trome balk, trabs, lacunar Dasypod. 96ᵇ. 280ᵃ. 316ᶜ. 444ᶜ. dram balk tignus Serranus Synon. 53ᵇ. tachrafen, tram, tillbaum, dachsparren Junius Nomenclator 195ᵇ. träm cantherii Maaler 406ᵃ. balk, troum Altenstaig Vocab. 1508. s. 31ᵇ. trabs ein groszer trom, eigentlich in einem gebeuw Fries 1319. balk dram Frischlin Nomencl. 329. drom trabs Schönsleder L 4. dram drom Henisch 741. drom Rädlein 202ᵃ. tram trom Stieler 2300. was siehestu ein dorn in dem aug deines bruders? aber den trom in deinem aug merkestu nicht Keisersb. Postille 123ᵇ. er legte thramen auszen am hause umbher 1 Könige 6, 6. glatter trom daruf die oberbüne ligt Dasypod. 444ᶜ. die tröm oder balken oben, eingang und thor guldin Frank Weltb. 188ᵃ. im MCIII jar erschien ein ungewonlicher stern umb vesperzeit. dem lief ein groszer balk oder trom entgegen ders. Chronik. darnach machet der schultheisz ein galgen in der statt, stiesz nur ein trom ausz einem hausz in das ander uber die gassen und liesz den priester daran henken Pauli 54. das kind gieng die stiegen hinauf und stiesz es (das tuch) hinder ein trom under das dach das. sondern man find hin und her grosze balken, tröm, mastbawm, wurzeln Sebiz 19. die vordersten gemach und säle waren mit güldinen trämen und balken geschmucket Petr. 86ᵃ.
von schelm gar dicke lange thramen
auf ihn häufig geflogen kamen.
Fuchs Mückenkr. 3, 757.
grosz wie ein tram Schönsleder Gg 5. aus trämen gemacht das. d'weit zwischen zwei träm intertignium das. da man ihn auf einen wagen gebunden, hat er als ein wahnsinniger mensch die tramen (die querhölzer) aus der leiter (des wagens) gebissen Hamelmann Oldenburg. Chronik 367. die schlachten (beim brückenbau) sind mit starken tiefeingesenkten pfälen und groszen starken dramen und bäumen zu versichern Hohberg 1, 67ᵃ. vor diesen läden oder brettern sind (beim taubenhause) um und um gleich vor den nestern hölzerne drämme eingemauert 2, 353ᵇ. ob man das holz zu schwellen, balken, durchzügen, rigeln, drämen oder latten bedörfe 2, 579ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 6 (1858), Bd. II (1860), Sp. 1332, Z. 25.

tram, m.

tram, m.,
der balken; nom. sing. auch tramen Hoyer-Kreuter (1902) 1, 773; Mothes baulex. (1882) 4, 363; nom. pl. auch nhd. träme, treme: erste dtsche bibel 5, 260; Schildbürger (1598) 42; Decimator thes. (1608) 196; Karmarsch-Heeren (1877) 2, 101; arch. d. ver. f. siebenbürg. landeskde n. f. 27, 643. im übrigen s. dram.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1932), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 1177, Z. 22.

trämen, vb.

trämen, vb.,
aus balken bauen, mit balken versehen: das er uf die selben mur murie und darin dramie 14. jh. zs. f. gesch. d. Oberrheins 29, 314; pulver, schwefel ... (sollen) in gewölbte, mit steinen ausgemaurte, keines wegs aber in getrehmte keller gebracht ... werden a. d. j. 1716 in samml. d. württ. gesetze 13, 1070, s. Fischer schwäb. 2, 313.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1932), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 1177, Z. 40.

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Zitationshilfe
„trämen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tr%C3%A4men>, abgerufen am 20.09.2021.

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