Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

träumung, f.

träumung, f.,
verbalsubst. zu träumen. sompnatio dreumunge (15. jh.) Diefenbach 542ᵃ; drominge v. d. Schueren Teuth. 88 Verdam; gelegentlich in älterer sprache, ohne sich durchsetzen zu können (16. u. 17. jh.), da traum selbst für 'handlung, tätigkeit des träumens' zu stehen vermag: so bedeuts einen betrug und beschisz, auch eine ursach der treumung und einen abgang an des gebornen zeiten M. Pegius geburtsstundenbuch (1570) P p 2ᵃ; solches hat ja vielmehr sein absehen auf ein politisches und höffliches werck ... als auf eine hinterstellige physische träumung Prätorius philosophia colus (1662) 9. — davon träumungsfarbe, f.:
du magst ja deinen traum mit träumungsfarben mahlen
Lohenstein rosen (1680) 81.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1934), Bd. XI,I,I (1935), Sp. 1522, Z. 6.

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Zitationshilfe
„träumung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tr%C3%A4umung>, abgerufen am 25.09.2021.

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