Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

trödelkram, m.

trödelkram, m.,
mercatus scrutarius Steinbach dtsch. wb. (1734) 1, 924:
den trödelkram in meinem hause, geh,
bring ihn hierher, das diebsvolk anzukörnen
Shakespeare (1797) 3, 108;
in dem hause gegenüber befand sich eine offne dunkle halle, ganz mit trödelkram angefüllt G. Keller ges. w. (1889) 1, 59. von nichtigem flitter:
der markt ist leer, die bude steht verlassen,
im winde weht der bunte trödelkram
Th. Storm gedichte (1852) 134;
o flittern, trödelkram
O. Ludwig ges. schriften (1891) 4, 156.
übertragen auch im geistigen bereich: trödelkram sogenannt weicher empfindungen Herder werke 23, 336 S.; endlich wird die ganze edle kunst ... ein jämmerliches handwerk und trödelkram ebda 25, 324; seine triumphe sind ein gehäuftes inventarium classischen trödelkrams Göthe werke 40, 258 W.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1936), Bd. XI,I,II (1952), Sp. 776, Z. 64.

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trotzteufel tröpflein
Zitationshilfe
„trödelkram“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/tr%C3%B6delkram>, abgerufen am 28.09.2021.

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